Meine Lebenswellen

Mitte der 60er Jahre in einem kleinen Holzhaus in Colbitz geboren, verbrachte ich schon in meiner Kindheit die meiste Zeit draußen in den Wäldern, liebte es über die blühenden Wiesen hinter dem Haus meiner Eltern zu laufen und bin mir heute bewusst, wie sehr das Erlebte in der freier Natur meinen Lebensweg prägte.

In den 80er Jahren lebte ich in der Stadt und spürte erstmals die eisige Kälte der Mauer, die das Land, in dem ich aufwuchs eingrenzte. Als lebenshungriger, neugieriger Mensch versuchte ich, diese Machtstrukturen aufzubrechen und engagierte mich in der Ökologiebewegung.

Mit dem tiefen Verständnis, Naturreichtum zu bewahren und dafür Verantwortung zu übernehmen, studierte ich Umwelttechnologie. Ich wollte Umweltministerin werden. Doch die Grenzöffnung im November 1989 änderte das. Für die »Grüne Partei« saß ich am Runden Tisch in Berlin-Friedrichshain.

Der geplante Bau eines Delphinariums im Volkspark, den wir erfolgreich verhinderten, und ein Umweltschutzstipendium nach Nordamerika, Anfang der 90er Jahre, gaben meinem Leben erneut eine positive Wendung. Durch meine ehrenamtlichen Arbeit für eine deutsche Organisation traf ich viele engagierte Umwelt- und Delphinschutzaktivisten weltweit, diese und  auch die Begegnung mit wilden Delphinen südlich der Florida Keys, irgendwo im Golf von Mexico, beeinflussten mein Leben bis heute nachhaltig. Hauptberuflich arbeitete ich mehr als sieben Jahre als Projektleiterin und war für die Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen geplanter Entsorgungsanlagen in Berlin verantwortlich.

Ich reiste an wunderschöne Orte, traf inspirierende Menschen mit außergewöhnlichen Visionen und entdeckte die bizarre Schönheit der Ozeane, aber auch die zunehmende Zerstörung der marinen Artenvielfalt.

Seitdem initiiere ich Umweltschutzprojekte, themenbezogene Events und Aktionen.

Zur Jahrtausendwende entdeckte ich das Medium Film zunächst für meine ehrenamtliche  Arbeit. Mein erstes Filmprojekt zeigt die Besonderheit der Gewässer vor La Gomera für Wale und Delphine und erhielt einen Umweltpreis. Ich besuchte weltweit Filmfestivals zu engagierten Themen, Filmseminare und tauchte schließlich immer tiefer ein in die faszinierende Welt des Kinos und der Filmproduktion und traf nach sieben Jahren als Referentin für Kommunikation eine sehr mutige Entscheidung.

Seit Sommer 2011 bin ich freiberuflich als Filmautorin-Wildlife, PR-Beraterin und Sustainable Productionmanagerin -based in Babelsberg tätig.

Meine große Leidenschaft zum Meer, zum Film und die enorme Sehnsucht nach unberührter Wildnis führen mich seit Mitte 2000 immer wieder nach Kalifornien und Hawaii.